Lücken schließen

Wer allein auf die gesetzliche Rente setzt, bekommt später finanzielle Probleme, Altersarmut droht. Die private Rentenversicherung ist ein absolutes Muss. Mit ihr sichern Sie Ihren Lebensstandard im Alter.

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Welches Alter werden Sie erreichen?

Diese Frage kann niemand genau beantworten. Schon das Schätzen fällt schwer. Das zeigt eine Umfrage der Marktforscher von YouGov: Die Befragten bezifferten ihre Lebenserwartung auf durchschnittlich 81,3 Jahre. Dabei beträgt diese laut Sterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung bereits heute 89,6 Jahre. Vermutungen und Realität gehen auseinander, nicht nur bei der Einschätzung der Lebenserwartung, sondern besonders wenn es darum geht, ein langes Leben zu finanzieren. Viele verlassen sich auf die gesetzliche Rente. Ein Fehler: Nach heutiger Kaufkraft berechnet, fehlen heute Berufstätigen in der Rente durchschnittlich 806 Euro, wenn sie nicht privat vorsorgen. Das geht aus dem Vorsorgeatlas hervor, den das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg erstellt hat. Schon heute reicht es bei vielen Ruheständlern vorne und hinten nicht. Laut Statistischem Bundesamt sind rund 470.000 Rentner auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Wer im Ruhestand sorgenfrei leben will, für den ist eine private Rentenversicherung ein absolutes Muss. Denn ein einzelner Sparer kann seine persönliche Lebensdauer weder planen noch ausreichend absichern. Es besteht das Risiko, länger zu leben, als das Geld reicht. Wer sich nicht gegen diese Gefahr absichert, dem droht Altersarmut.
Alleine können Sparer diese Gefahr nicht ausreichend absichern. Das geht nur über die Gemeinschaft der Versicherten, das Kollektiv.

Die Versicherungsexperten wissen nicht, wer wie lange lebt. Sie wissen aber ziemlich genau, wie viele Rentner in jedem Jahr noch leben. So können sie das Geld umverteilen von den Versicherten, die früher sterben, auf jene, die länger leben. Die Versicherung kann so das Risiko auf zahlreiche Personen streuen.

Unverzichtbare Absicherung

Mit dem Risikoausgleich durch das Kollektiv erhält jeder Versicherte bis zum Lebensende eine Rente. Zudem verteilt die Versicherung das Risiko über lange Zeiträume. Ein einzelner Sparer kann das Risiko nicht so breit streuen wie eine Versicherung. Da viele Versicherte einzahlen, kann sie deutlich mehr Investitionen tätigen und die Gefahr eines Ausfalls auf zahlreiche Anlagen verteilen. Die breite Streuung bei der Geldanlage sorgt für einen langfristigen und sicheren Kapitalaufbau.

Die Versicherer können so auch dauerhaft stabile Renditen garantieren. Kaum ein anderes Sparprodukt bietet Garantien, wie sie die private Rentenversicherung leistet. „Die Stärke der Rentenversicherung ist zum einen ein lebenslanges Alterseinkommen, egal wie alt man wird. Durch die Garantien verlieren die Leute auch in größeren Kapitalmarktkrisen kein Geld“, sagt Dr. Peter Schwark vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Neben einem festgelegten Garantiezins, der zurzeit bei 1,75 Prozent liegt, beteiligen Versicherer ihre Kunden auch an Überschüssen und erhöhen damit die Rendite der Rentenversicherung. Schwark sagt: „Wir haben aktuell ein Gesamtverzinsungsniveau von 3,6 Prozent. Und das bietet kaum ein anderes Produkt heutzutage.“ Zum Vergleich: Zehnjährige Bundesanleihen sind fast genauso sicher wie eine private Rentenversicherung, bringen zum Teil aber nur 1,2 Prozent. Auf dem Sparbuch, der Lieblingsanlage der Deutschen, liegt der Zinssatz deutlich unter einem Prozent.
Wer in eine private Rentenversicherung einzahlt, hat auch steuerliche Vorteile: In der Ansparphase bleiben die Erträge steuerfrei. Für die meisten Sparer ist das gut, da sie im aktiven Berufsleben einen höheren Steuersatz zahlen als in der Rente. Die Besteuerung lebenslanger Renten erfolgt mit dem besonders günstigen Ertragsanteil.

Checkliste:
private Rentenversicherung

Es gibt nicht eine private Rentenversicherung. Sparer haben viele Möglichkeiten.

Riester Rente:

Vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in einen förderfähigen Vorsorgevertrag einzahlen und dafür eine Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr sowie Kinderzulagen und gegebenenfalls einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus erhalten.

Betriebliche Altersversorgung:

Arbeitnehmer können bei der Altersvorsorge Vorteile durch die Gehaltsumwandlung mitnehmen. Sie zahlen brutto mehr ein, als sie netto spüren.

Vorsorgeverträge:

Eine private Rentenversicherung lässt sich auch mit anderen Absicherungen kombinieren. So können sich Sparer zusätzlich gegen Risiken absichern.

Staatliche Förderungen

Private Rentenversicherungen gibt es in verschiedenen Varianten. Neben Steuervorteilen können Sparer auch staatliche Förderungen mitnehmen.
Bei der Riester-Rente zahlt der Sparer bis zu vier Prozent seines Vorjahreseinkommens – mindestens 60 Euro im Jahr – in eine förderfähige private Rentenversicherung ein. Dafür erhält er eine Grundzulage von bis zu 154 Euro. Zusätzlich gibt es bis zu 185 Euro für jedes vor 2008 geborene und bis zu 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind. Berufseinsteiger erhalten einen Extra-Bonus von einmalig 200 Euro, wenn sie die Riester-Rente vor ihrem 25. Geburtstag abschließen. „Durch die staatlichen Förderungen ergibt sich in den meisten Fällen ein attraktives Verhältnis von erwarteter Rendite zu eingegangenem Risiko“, erklärt Professor Jochen Ruß vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften. „Somit ist die Riester-Rente ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge.“

Es gibt viele Möglichkeiten, eine private Rentenversicherung abzuschließen. Bei der Riester-Rente erhalten Sparer staatliche Förderungen. Ein weiterer Weg ist eine Rentenversicherung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Bei dieser Art der Vorsorge überweist der Arbeitgeber für seinen Angestellten die Beiträge direkt in einen bAV-Vertrag. Die Beiträge werden dann vom Bruttogehalt abgezogen, an dem sich die Höhe der zu zahlenden Steuern und Sozialabgaben orientiert.
Der Arbeitnehmer profitiert somit von einer Steuer- sowie Sozialversicherungsersparnis. Durch die Entgeltumwandlung zahlt er brutto mehr in den Vorsorgevertrag ein, als er netto auf Gehalt verzichtet. Bei einem Bruttogehalt von 2000 Euro bleiben netto 1350 Euro übrig. Zahlt der Chef nun 100 Euro in einen Vorsorgevertrag ein, sinkt das Bruttogehalt auf 1900 Euro, die Abgabenlast sinkt, das Nettogehalt liegt bei 1300 Euro. Der Angestellte hat also auf 50 Euro Gehalt verzichtet, aber trotzdem 100 Euro in seine Altersvorsorge eingezahlt.

Chance auf höhere Renditen

Die klassische Rentenversicherung bietet attraktive Renditen aus dem derzeit gültigen Garantiezinssatz von 1,75 Prozent plus einer Überschussbeteiligung. Sparer können aber auch fondsgebundene Tarife wählen, diese bieten die Chance auf noch höhere Renditen. Innovative Konzepte wie etwa der VERMÖGENSAUFBAU & SICHERHEITSPLAN der AachenMünchener bieten beide Vorteile in einer Lösung.
Mit dem innovativen Produkt der AachenMünchener kann der Sparer seine Anlagestrategie individuell bestimmen: Er kann entscheiden, wie viel Prozent der Beiträge sicherheitsorientiert und wie viel renditeorientiert angelegt werden. Mit Rentenbeginn erhält er eine lebenslange Rentenzahlung oder eine einmalige Kapitalabfindung.
Doch mit dem VERMÖGENSAUFBAU & SICHERHEITSPLAN können Sparer nicht nur für die Rente vorsorgen, sondern zusätzlich noch die wichtigsten Risiken in jeder Lebensphase absichern. Neben dem Vermögensaufbau können sie auch ihre Arbeitskraft absichern, für den Pflegefall vorsorgen oder eine Sicherheit für Hinterbliebene schaffen.

Die beste Vorsorgestrategie

Eine private Rentenversicherung ist ein wichtiger Baustein bei der Altersvorsorge. Sparer haben dabei viele Möglichkeiten: die Basisrente, die Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge. Welche Lösung am besten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dabei lohnt es sich, auf die Hilfe von erfahrenen Experten zurückzugreifen. Die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) helfen Ihnen, Ihre persönliche Rentenlücke zu berechnen. Auf dieser Basis zeigen sie Ihnen, welche Vorsorgeform für Sie persönlich infrage kommt. Sie kennen alle Möglichkeiten der staatlichen Förderungen. So können die Vermögensberater gemeinsam mit Ihnen die für Sie persönlich beste Vorsorgestrategie ermitteln.
Egal in welcher Variante – jeder sollte eine private Rentenversicherung haben. Die Police kann Risiken über eine große Personenanzahl und über lange Zeiträume hinweg verteilen und so für den Einzelnen minimieren.

Titelfoto: Corbis

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