Das mach ich nebenbei
Die Sängerin Lana Del Rey geht abends noch babysitten, Model Kate Moss kochte Marmelade. Doch nicht nur Stars suchen sich beruflich ein weiteres Standbein. Die Karriere nebenher liegt im Trend.
Für Studenten ist der Nebenjob nichts Neues. Doch auch immer mehr Arbeitnehmer suchen sich ein zweites Standbein: Laut Bundesagentur für Arbeit gab es hierzulande im Juni 2011 rund 2,4 Millionen Multijobber. Rund neun Prozent der Beschäftigten haben einen Zweitjob. Längst sind dies nicht mehr nur Lebenskünstler, die sich irgendwie mit möglichst vielen Minijobs über Wasser halten wollen. Einen großen Teil der Nebenjobber stellen inzwischen Akademiker und andere Fachkräfte.
Wer macht so etwas eigentlich?
Entgegen dem Klischee gehen nur wenige der Nebenjobber nach Feierabend putzen, sitzen im Callcenter oder tragen morgens Zeitungen aus. „Oft sind Menschen mit einem Nebenberuf gut qualifiziert“, sagt Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW). „Häufig erstellen sie etwa Gutachten, sitzen in Kommissionen, veröffentlichen Fachartikel oder beraten in Versicherungsfragen.“ Die Motive für den Zweitjob sind sehr vielfältig. „Der Grund für die Nebentätigkeit lässt sich auf keinen Fall rein auf materielle Not beschränken“, so Brenke. „Viele verdienen sich nebenbei ein Zubrot auf ein Einkommen, das an sich schon nicht kläglich ist.“
Neue Herausforderungen
Sicher spielt bei vielen auch der finanzielle Aspekt eine Rolle. Doch laut einer Umfrage von TNS Emnid zählt für 55 Prozent der nebenberuflich Tätigen vor allem der Spaß an der Arbeit. Viele suchen sich eine weitere Beschäftigung, weil sie sich in ihrem Hauptjob unterfordert fühlen.
Oder der Nebenberuf gehört zum Leben dazu. Wie etwa bei der US-Sängerin Lana Del Rey. Trotz ihres Erfolgs auf den internationalen Bühnen arbeitet sie weiterhin als Babysitter. „Das mache ich, weil ich es immer schon getan habe“, erklärt die 25-Jährige. „Die Leute wären überrascht, wenn sie feststellen würden, was für ein ruhiges Leben ich lebe. Ich mache immer noch die gleichen Sachen, wenn ich zu Hause bin.“
Auch andere Promis suchen einen weiteren Tätigkeitsbereich. So verdient sich Sängerin Christina Aguilera schon seit Jahren ein Zubrot mit ihren Parfums, Schauspieler Til Schweiger entwirft Mode für Männer, und Kate Moss kochte Zwetschgenmarmelade mit Früchten aus ihrem Garten. Nicht nur für die Stars ist ein Nebenerwerb attraktiv: „In Deutschland gibt es einen leichten Trend zum Nebenberuf“, so Arbeitsmarktforscher Karl Brenke.
Aber kann jeder nach Dienstschluss arbeiten gehen? Die Ausübung einer Tätigkeit neben dem Hauptberuf ist generell erlaubt, die Gestaltung der Freizeit ist jedem selbst überlassen. Allerdings gibt es Regeln für Nebenberufler: Zuerst sollten sie den Zweitjob beim Arbeitgeber anmelden. Dieser kann ein Veto einlegen, wenn der Angestellte dem Unternehmen in seiner Freizeit Konkurrenz macht. Außerdem darf die Haupttätigkeit nicht leiden. Wer nachts, im Urlaub oder bei einer Krankschreibung nebenberuflich durcharbeitet und müde im Büro erscheint, riskiert eine Abmahnung.
Nebenjob mit Perspektive
Von diesen Vorgaben braucht sich aber niemand abschrecken zu lassen. Am besten suchen sich Interessenten ein Unternehmen, das nebenberuflich Tätige unterstützt, regelmäßig Fortbildungen anbietet und ihnen einen Betreuer an die Seite stellt. In Frage kommt zum Beispiel die Deutsche Vermögensberatung: Die Vermögensberater – egal ob haupt- oder nebenberuflich – sind in das Team einer Direktion eingebunden und bewegen sich damit auf sicherem Terrain. Trotzdem arbeitet jeder vollkommen selbstständig. Der Wechsel vom Nebenberuf in den Hauptberuf Vermögensberater ist jederzeit möglich. Und dies bietet auch langfristig Perspektiven.
Interview:
„Ich kann anderen helfen, ihre Wünsche und Ziele zu erreichen.“
Warum haben Sie noch einen Nebenberuf?
Ich habe meinen Betreuer Hauke Pries über einen Freund kennengelernt und sofort als Vermögensberater angefangen. Ich war begeistert von der DVAG, dem Firmenklima und dem Umstand, dass wir mit unserer Arbeit Menschen helfen können, ihre Ziele und Wünsche zu erreichen. Diese Tatsachen, gepaart mit der Möglichkeit, mein Einkommen aufzubessern, waren für mich die Hauptgründe für den Nebenberuf.
Wie viel Zeit nimmt Ihre nebenberufliche Tätigkeit in Anspruch?
Ich kann mir meine Zeit absolut frei einteilen. Da ich in der Woche sehr viel arbeiten muss, erledige ich Kundentermine fast ausschließlich am Wochenende. Ich komme auf gut vier bis fünf Stunden in der Woche.
Ist Ihr Nebenjob nicht eine zusätzliche Belastung?
Überhaupt nicht, ich sehe meine Arbeit bei der DVAG viel mehr als Hobby, für das ich auch noch bezahlt werde. Aber natürlich gibt es auch noch andere Dinge in meinem Leben wie meine Freundin, meine Freunde und Hobbys. Ich denke, ich bekomme das alles sehr gut unter einen Hut.
Erhalten Sie Unterstützung bei Ihrer nebenberuflichen Tätigkeit?
Mein Betreuer und Regionalgeschäftsstellenleiter Hauke Pries hilft mir ungemein. Sämtliche Auswertungen und auch einige Beratungen machen wir gemeinsam. Außerdem helfen mir auch alle anderen Vermögensberater jederzeit, die Erfahrung habe ich gemacht.
Was sagt Ihr Arbeitgeber zu Ihrem Nebenberuf?
Solange mein Hauptberuf nicht eingeschränkt wird, ist das für ihn in Ordnung.
Was spricht für die Deutsche Vermögensberatung?
Die Tätigkeit als nebenberuflicher Vermögensberater ist einfach ideal, um sich mittel- und langfristig ein zweites Standbein aufzubauen – und das bei einer vollkommen freien Zeiteinteilung. Ein derart geniales Arbeitsklima habe ich noch bei keinem anderen Unternehmen gesehen, und jede Form von Druck ist vollkommen unbekannt. Hinzu kommt die sehr gute Bezahlung, und ich kann jederzeit auch hauptberuflich für die DVAG arbeiten. Und dann kann ich natürlich an alles, was ich heute tue, anknüpfen.
Zur Person:
Marc Niewidok ist Groß- und Außenhandelskaufmann. Seit Oktober 2010 arbeitet er nebenberuflich als Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Hamburg.


