Der Countdown läuft
1. Riester-Rente: Förderung einstreichen
Bis zum zweiten Quartal 2009 hatten die Deutschen insgesamt 12,6 Millionen Verträge abgeschlossen. Nicht zuletzt dank der staatlichen Zuschüsse. Derzeit beträgt die Grundzulage für Singles 154 Euro, für Ehepaare 308 Euro. Weitere 185 Euro gibt es für jedes Kind. Ist der Nachwuchs 2008 oder später geboren, schießt Vater Staat sogar 300 Euro zu. Wer jetzt eine Riester-Police abschließt und für 2009 die Zulagen in voller Höhe einstreichen möchte, kann mit einer einmaligen Zuzahlung bis zum 31. Dezember den notwendigen Eigenbetrag leisten. Was viele nicht wissen: Die Geldgeschenke fließen nicht automatisch. Sparer müssen sie beantragen, das geht auch noch rückwirkend für die letzten zwei Jahre. Für 2007 noch keinen „Antrag auf Altersvorsorgezulage“ gestellt? Dann ist noch bis Silvester Zeit – sonst verfällt der Anspruch. Tipp: Mit einem Dauerzulagenantrag entfallen die jährlichen Angaben, da die Zulagen automatisch beantragt werden.
2. Rürup-Rente: Satte Steuervorteile kassieren
Seit 2005 auf dem Markt, wird die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, immer beliebter. Nicht ohne Grund: Der Fiskus belohnt den Abschluss mit Steuererleichterungen – und das nicht nur für Selbstständige und Freiberufler. Auch Angestellte, die beispielsweise schon eine Riester-Rente haben, können mit einem Rürup-Vertrag noch mehr staatliche Förderung kassieren. Wer jetzt abschließt, kann noch in diesem Jahr per Einmalzahlung (Höchstgrenze: 20.000 Euro für Alleinstehende, 40.000 Euro für Verheiratete) 68 Prozent und damit maximal 13.600 Euro (27.200 Euro) steuerlich geltend machen. Diese Abzugsfähigkeit erhöht sich jährlich um zwei Prozentpunkte – im Jahr 2025 ist damit die volle Abzugsfähigkeit erreicht. Dafür ist die Rente im Alter, abhängig vom Jahr des Rentenbeginns, mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, der jedoch in der Regel deutlich niedriger ist als während des Arbeitslebens. Die genauen Details zur Besteuerung erklärt Ihnen gern Ihr Vermögensberater.
3. Betriebliche Altersversorgung: Gut gespart
Mit rund 24 Prozent rangiert die betriebliche Altersversorgung auf Platz drei der beliebtesten privaten Altersvorsorgemaßnahmen, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. Ihr Vorteil: Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen gleichermaßen. Im Zuge der sogenannten Entgeltumwandlung bleiben Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) steuerfrei und von Sozialabgaben befreit. Grund genug, über diese Vorsorge-Variante nachzudenken. Wer also beispielsweise sein Weihnachtsgeld über seinen Arbeitgeber in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzahlt, muss auf diesen Teil seines Gehalts weder Sozialabgaben noch Steuern zahlen. Dies gilt für Beiträge, die vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten: in diesem Jahr 2.544 Euro.
4. Festgeld: Jetzt Zinsen prüfen
Sie haben Euros auf einem Festgeldkonto angelegt, bei dem es weniger als drei Prozent Zinsen gibt?Dann ist es jetzt höchste Zeit, über lukrativere Alternativen nachzudenken. Denn viele Experten erwarten in naher Zukunft steigende Inflationsraten, und die zehren Minizinsen rasch auf.
5. Bausparen: Fördergelder von Vater Staat
Der Bausparvertrag gilt als Klassiker unter den Geldanlagen. So können Sparer sich durch regelmäßige, stabil verzinste Beiträge das nötige Eigenkapital fürs zukünftige Heim aufbauen. Zudem sichern sie sich die zurzeit äußerst niedrigen Zinsen fürs spätere Darlehen. Weiterer Clou: Der Fiskus schießt Fördergelder zu. Um etwa in den Genuss der vollen Wohnungsbauprämie von 45 Euro (Singles) bzw. 90 Euro (Ehepaare) zu gelangen, sollten Sparer den höchstmöglichen förderfähigen Betrag von 512 Euro einzahlen (Verheiratete: 1.024 Euro). Hierbei gelten jedoch Einkommensgrenzen. Wer von seinem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen erhält und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet, bekommt die Arbeitnehmersparzulage. Auf maximal 470 Euro (Alleinstehende) bzw. 940 Euro (Ehepaare) gibt es von Vater Staat neun Prozent obendrauf. Als dritte Fördervariante steht der sogenannte Wohn-Riester, eine spezielle Form der Riester-Rente, zur Verfügung.
6. Girokonto: Zinsen aufs Guthaben
Viele Sparer verschenken Geld. Denn oft gibt es auf dem Girokonto keine Guthabenzinsen. Ausnahme: Das Zinskonto Plus der Deutschen Bank bringt Zinsen aufs Guthaben – und dient damit nicht nur dem täglichen Zahlungsverkehr, sondern ersetzt zugleich das Sparbuch. Hinzu kommen eine günstige Kreditkarte mit attraktivem Bonussystem und kostenloser Bargeldverfügung sowie ein Anlagedepot mit niedriger Gebührenpauschale. Ein Angebot, das alle wichtigen Bankprodukte aus einer Hand bietet.
7. Bürgerentlastungsgesetz: Mehr Netto für alle
Ab Januar 2010 bekommen die Deutschen mehr Geld. Insgesamt werden rund 9,5 Milliarden Euro aus dem Staatssäckel in die Portemonnaies der Bürger wandern. Grund des Geldregens: das Bürgerentlastungsgesetz, das eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts umsetzt. Diese besagt, dass eine Basiskrankenversicherung zum Existenzminimum gehört und daher steuerlich voll abzugsfähig sein muss. Die Bürger spüren die Entlastung durch eine bessere Absetzbarkeit der Beiträge zur privaten und gesetzlichen Krankenversicherung. Schon mit der Gehaltsabrechnung im Januar hat jeder Angestellte mehr Netto auf dem Konto. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um sich zu überlegen, wie das Geld am besten angelegt werden soll.
