Nach oben getanzt
Detlef D! Soost legte eine beispiellose Karriere hin. Mit viel Ehrgeiz hat er es geschafft: vom Heimkind zum Starchoreograf, dann Juror bei der ProSieben-Castingshow „Popstars“ und nun auch noch Abnehmcoach.
Pam, pam, pam – ihr seid so tight … wenn ich mit euch fertig bin, dann burnt’s“ – es gibt wohl nur wenige Leute in Deutschland zwischen 14 und 45 Jahren, die nicht wissen, von wem dieses Zitat stammen könnte. Jeder, der ihn kennt, hat sofort eine Trainingssituation vor seinem geistigen Auge und seine prägnante Stimme mit dem Berliner Akzent im Ohr.
In den vergangenen Jahren hat Detlef Soost unzählige junge Menschen gecoached und ihnen etwas von seiner Motivation, seiner Power abgegeben. Etwa in der ProSieben-Castingshow „Popstars“ die sich 2012 zum zehnten Mal jährt. Das schaffte in deutschen Programmen bislang keine Sendung dieses Genres. In 138 Tanzschulen unterrichten Tanzlehrer nach Soosts Vorgaben, er verkauft Trainings-DVDs, schrieb eine Biografie und hat aktuell sein neues Abnehmprogramm „10 Weeks Body Change“ auf den Markt gebracht.
Der 41-Jährige arbeitet rund um die Uhr an seiner Marke. Seine Person ist Kern der Maschinerie. Talent allein reicht dafür nicht aus. „Es sind die Leidenschaft und der unbedingte Wille, sein Hobby zum Beruf zu machen. Dazu die Kraft und das Selbstbewusstsein, den Körper auf das vorzubereiten, was ihn erwartet – harte Arbeit“, sagt Soost. Wenn er dabei als strenger Tanzinstruktor rüberkommt, stört ihn das nicht. „Solange mir niemand eine andere Methode zeigt, die besser funktioniert, bin ich davon überzeugt. Eiserne Disziplin lässt Träume wahr werden.“
Vom Kinderheim auf die Tanzbühne
D!s Träume hat er sich, ganz so wie er es allen seinen Schützlingen predigt, trotz schwerer Kindheit selbst erfüllt. In einem ostdeutschen Kinderheim, in dem er nach dem Selbstmordversuch der depressiven Mutter landet, ist Detlef als Neunjähriger erst mal allein.
Rückblickend sagt er allerdings von seiner Heimzeit, dass er dort vergleichsweise glücklich war, im Vergleich zu der Situation vorher. „Es waren immer viele Kinder und Erzieher um einen herum, nur an den Feiertagen, wenn die meisten zu ihrer Familie fuhren, habe ich mich einsam gefühlt“, sagt Soost.
Sein erster Berufswunsch ist Profifußballer. Doch als er zwölf Jahre alt ist, ändert sich das schlagartig. D! schaut mit ein paar anderen Jungs die Videopremiere von Michael Jacksons „Thriller“ und weiß von dem Moment an: So tanzen will ich auch. Mit 16 wird Detlef Soost ostdeutscher Meister im Streetdance und tanzt kontinuierlich weiter.
Zum Leben reicht die Berufung allerdings noch nicht. Er macht eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker und sammelt nebenbei Bühnenerfahrungen im Metropol-Theater. Zudem tingelt er durch Marzahn und Hellersdorf, um Lebensversicherungen zu verkaufen. „Da habe ich jede Menge Lebensweisheit, Wissen und einen Panzer fürs Leben angeschafft“, erzählt D!. „Es war eine harte Schule, aber ich würde es jederzeit wieder so machen. Der Spruch ,Jedes Nein bringt einen näher an ein Ja‘ stimmt tatsächlich.“ Auf Ablehnung positiv reagieren, das wird fortan zum Credo des Tänzers.
Mit „Blue, dabe-dee-dabe-da“ auf die Eins
Ende der 90er machte sich D! peu à peu einen Namen als Choreograf. Als die Band Eiffel 65 mit dem Song „Blue“ zur Nummer eins in den Charts aufsteigt, spürt Soost zum ersten Mal, dass er Erfolg hat. Er verantwortete die gesamte Choreografie und das Bühnenbild der Performance. „Ich musste innerhalb von 24 Stunden ein visuelles Gesamtpaket schnüren. Die Band ist damit dann zu ,Top of the Pops‘ nach Köln gefahren, und eine Woche später waren sie auf der Eins“, berichtet er.
So fühlt sich also Erfolg an, denkt der damals 29-Jährige und realisiert, dass es sein Verdienst war. Danach ging es steil bergauf. Sarah Connor, ATC, Yvonne Catterfeld, Shaggy – viele Künstler, die national und international einen Namen hatten, wurden von ihm betreut. 2001 coacht er die erste Band der ProSieben-Castingshow „Popstars“, die No Angels. Deren erster großer Auftritt ist bei der Musikshow „The Dome“. „Von 24 Künstlern, die dort auftraten, betreute ich 13 mit 51 Tänzern von mir. Das war das absolute Highlight“, erinnert sich Soost.
Gelungene Selbstmotivation
„Ich muss aber zugeben, dass ich die ersten Jahre wirklich Schwierigkeiten hatte, mir zu verdeutlichen, dass es kein Zufall ist, dass alles gut läuft und ich selbst dafür verantwortlich bin“, sagt D!. In seiner gewohnt pragmatischen Art verhalf er sich zu Selbstmotivation: Pass auf Detlef, das, was du hier kannst, das kann nicht jeder, und wenn du es nicht machst, dann heißt das nicht, dass es jemand anderes genauso gut macht!
„Mit der Erkenntnis holt man noch mal den Turbo raus, weil man selbst die Intensität des Erfolges bestimmen kann“, so Soost. Sein Turbo sah so aus: Er nahm das Angebot von ProSieben an und wurde Juror bei „Popstars“. Nebenbei baute er als Unternehmer deutschlandweit D!’s World als Marke auf, eröffnete Tanzschulen und trat in diversen anderen Fernsehformaten auf.
Abspecken mit D!
Trotz des stressigen Alltags und der vielen Bewegung ist der „Popstars“-Juror bis vor zwei Jahren recht pummelig gewesen. „Ich hatte immer Muskeln, aber die lagen eben unter meiner angefutterten Fettschicht“, so Soost. Initialzündung fürs Abspecken war ein Foto von ihm beim Beachvolleyball. „Ich lag im Sand und sah aus wie ein gestrandeter Wal.“
Innerhalb von zehn Wochen nahm er 20 Kilo ab. Mit dem Programm „10 Weeks Body Change“ bietet er jedem für 79 Euro für den gesamten Zeitraum seine Unterstützung beim erfolgreichen Abnehmen an. „Wir haben die Wissenschaft von Ernährung und Sport so weit heruntergebrochen, dass es für jeden umsetzbar ist“, sagt Soost. Keine Kohlenhydrate, aber dafür von allem anderen – wie Fleisch, Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse – so viel man mag. Zweimal in der Woche für 20 Minuten die vorgeschriebenen Übungen absolvieren, und schon klappt’s mit dem Traumbody. Einen Tag in der Woche darf man sogar schlemmen.
Was einfach klingt, bedeutet dennoch harte Arbeit und Verzicht. Die stetig wachsende Facebook-Gruppe zeigt aber, wie viele Anhänger sich schon gefunden haben. D! lässt es sich nicht nehmen, selbst jeden Tag etwas Aufbauendes zu posten: Nur wer aufsteht, kann loslaufen, nur wer losläuft, kann ankommen, und nur wer ankommt, spürt, wie toll es ist, Ziele zu erreichen.
Von Detlef zu D!: Seine Erfolgsstory
Geboren am 2.Juli 1970 in Berlin: Detlef Soost wächst in einem ostdeutschen Kinderheim auf. Seine Mutter war Deutsche und starb, als er zwölf Jahre alt war; sein Vater stammt aus Ghana und ist Arzt.
Erste Schritte: 1982 sieht er sich mit Freunden heimlich die Videopremiere von „Thriller“ an. Von da an gehört das Tanzen zu seinem Leben. 1986 wird er ostdeutscher Meister im Streetdance. Er macht eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, tanzt aber nebenbei weiter.
Ende der 90er: D! ist mittlerweile ein gefragter Starchoreograf. Sowohl national als auch international betreut er viele Künstler, die zu dem Zeitpunkt in den Charts sind, und ist verantwortlich für deren Bühnenperformances.
Karrierestationen: Seit zehn Jahren sitzt Detlef Soost in der „Popstars“-Jury. 2004 und 2006 wirkt er bei der Schweizer Talentshow „MusicStar“ mit. Von 2005 bis 2008 moderiert Soost bei Viva das Format „DanceStar“. 2011 machte er bei der österreichischen „Popstars“-Ausgabe mit. 2012 bringt er „10 Weeks Body Change“ auf den Markt. D! ist Vater von drei Kindern.
D! und die DVAG:15 Jahre Partnerschaft
Finanzen: Ich war immer schon bemüht, mich nicht zu intensiv mit dem ganzen Finanzkram zu beschäftigen. Als Otto Normalverbraucher hat man doch gar keine Zeit, sich mit Vermögen und Versicherungen auseinanderzusetzen und sich das Wissen anzueignen, sonst wäre man ja selbst Finanzberater.
Deshalb war mir schon recht früh wichtig, dass ich gute Berater finde. Im Versicherungsbereich arbeite ich seit 15 Jahren mit meinem Vermögensberater Veit Braml von der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) zusammen.
Vertrauen, das über einen langen Zeitraum aufgebaut wurde, hilft im Alltag einiges zu erleichtern. Wir klären ganz viel per Telefon oder bei einem Minitreffen. Veit erzählt mir dann, was es Neues gibt, und ich sage Ja oder Nein. Bei meinem vollen Terminplan wäre das anders gar nicht möglich.
Versicherung: Von Hausrat- über Haftpflicht-, Kranken- und Unfallversicherung – ich fühle mich rundum gut versorgt, das gilt auch für meine Familie. Ich kann nur jedem empfehlen, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen und sich beraten zu lassen, umso unbeschwerter lässt es sich leben.
Reichtum und Besitz: Das Wichtigste ist für mich, dass ich durch meine Arbeit Geld verdiene, um meinen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Das klingt immer so romantisch verklärt, aber durch meinen persönlichen Hintergrund habe ich gelernt, dass eine gute Ausbildung einfach Gold wert ist. Ich möchte, dass es meinen Kindern gut geht. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die ich nicht hatte, sollen sie mitbekommen.


