Dieser Geist gibt Saures!

Jetzt schleicht die Inflation ins Land. Sie nagt an Sparbüchern und 
Girokonten. Wer clever ist, kann ihr aber ein Schnippchen schlagen.

Gruselige Gestalten huschen durch die Straßen, fordern Süßes und spielen Streiche. Viel bedrohlicher als die verkleideten Kinder an Halloween am 31. Oktober ist aber eine ganz andere Erscheinung: das Gespenst der Inflation.

Wenn Geld seinen Wert verliert und Konsumenten für dieselbe Summe weniger kaufen können, herrscht Inflation. Das kann daran liegen, dass Güter knapp werden, weshalb die Preise steigen. Weil der Wertverlust des Geldes nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, bezeichnet man die Inflation zuweilen als Gespenst. Besonders dramatisch war sie in der Zeit um 1923, als das Geld von Tag zu Tag an Wert verlor, bis ein Ei 320 Milliarden Reichsmark kostete. Folge: Die Bevölkerung zahlte nicht mehr mit Geldscheinen, sondern tauschte Sachwerte, etwa Zigaretten oder Kaffee.

Gold statt Zigaretten

Heute ist so ein Szenario unvorstellbar. Wird die Inflationsrate zu hoch, greift die Europäische Zentralbank ein und erhöht die Leitzinsen. Die Folge: Kredite werden teurer, deshalb leihen sich Unternehmen weniger Geld. Die Geldmenge, die im Umlauf ist, sinkt, das Geld wird knapper – und dadurch mehr wert. Für Sparer ist aber auch die aktuelle Inflationsrate von 2,4 Prozent – 1923 waren es übrigens 5.000 Prozent – gefährlich. Wer 10.000 Euro unters Kopfkissen steckt und sie dort ein Jahr liegen lässt, erlebt einen herben Verlust. Die Kaufkraft beträgt nur noch 9.760 Euro – ein Minus von 240 Euro.

Doch wie können sich Sparer schützen? Sie müssen ihr Geld so anlegen, dass die jährliche Rendite mindestens so hoch ist wie die Inflationsrate. Eine richtige Reaktion auf eine steigende Teuerung ist der Kauf von Sachwerten. Heute muss aber niemand mehr mit Zigaretten handeln. Stattdessen ist es sinnvoll, Geld in Aktien, Immobilien oder Rohstoffe wie Gold anzulegen, etwa mit dem Fonds DWS Sachwerte. Im Gegensatz zu Geld behalten diese Investments ihren Wert. Während das Gespenst der Inflation an Sparbüchern und Konten nach Herzenslust knabbern kann, beißt es sich an Sachwerten wie Gold die Zähne aus.

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