Ins rechte Licht gerückt
Lohnt sie sich überhaupt? Beim Thema Lebensversicherung brodelt die Gerüchteküche, beherrschen viele Vorurteile die Diskussion. Doch welche Aussagen entsprechen der Wahrheit? Wir bringen Licht in das Dunkel.
Geht es um Lebensversicherungen, erhitzen sich schnell die Gemüter. Die Vorurteile gegen diese Anlageklasse sind immens, und besonders mit der Absenkung des Garantiezinses bekamen die Gegner der Police Oberwasser. Ihre Parole lautet: Die Lebensversicherung lohnt sich nicht.
Aber was ist an den Behauptungen dran? Kurz zusammengefasst: eigentlich gar nichts. Die garantierte Verzinsung wurde zwar zum 1. Januar 2012 von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt. Doch macht dieser Mindestzins nicht die komplette Rendite der Police aus – die Gesamtverzinsung liegt aktuell im Branchendurchschnitt bei 4,8 Prozent. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ändert sich durch den Garantiezins also nicht zwingend. Zumal die Leistungen im Versicherungsfall – wenn der Versicherte stirbt – sofort ausgezahlt werden.
Anlegen wie die Profis
Die Police bietet damit eine Kombination aus Verzinsung und Sicherheit, die sie für jeden attraktiv macht. Bei welchen anderen Anlagen soll das Geld besser und sicherer angelegt sein? Eine höhere Rendite geht immer auch mit einem höheren Risiko einher.
Da die Lebensversicherung oft zur Altersvorsorge eingesetzt wird, muss das Risiko besonders gering sein. Versicherer unterliegen deshalb strengen Anlagevorschriften, die sie gesetzlich verpflichten, bei der Geldanlage auf Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie eine ausreichende Mischung und Streuung zu achten. Die deutschen Versicherer verwalten rund 730 Milliarden Euro, mehr als 80 Prozent sind in festverzinslichen Anlagen investiert. Mit den restlichen Mitteln reagieren sie flexibel auf Ereignisse an den Finanzmärkten.
Das Konzept geht auf. In den vergangenen zehn Jahren gab es zwei kapitale Finanzmarktkrisen. Zuletzt gerieten gar einige Eurostaaten in Schieflage. Während andere Anlagen dadurch Verluste erfuhren, zahlten Lebensversicherungen konstant eine Rendite von durchschnittlich vier Prozent aus.
Für Anleger ist das ein bequemer Deal. „Die meisten Privatanleger haben weder die Zeit noch das Know-how, um sich aktiv um ihre Kapitalanlage zu kümmern“, sagt Hasso Suliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. „Sie wollen einmal eine Entscheidung zu ihrer Altersvorsorge und dann ihre Ruhe haben.“ Wer in Aktien oder Anleihen investiert, muss dagegen täglich die Märkte im Blick behalten und gegebenenfalls schnell reagieren.
Mehr als nur ein Sparschwein
Kritiker der Police übersehen oft einen wichtigen Punkt: Die Lebensversicherung ist nicht nur eine Anlage, die das Geld gut verzinst. Sie bietet darüber hinaus eine finanzielle Absicherung für die ganze Familie.
Beispiel Vermögensaufbau und Sicherheitsplan von der AachenMünchener: Neben einer Kapitalanlage zur Altersvorsorge mit einem individuell bestimmbaren Risiko-Rendite-Verhältnis bietet das Paket auch eine Hinterbliebenen-, Berufsunfähigkeits- und Pflegeabsicherung.
„Die Lebensversicherung sollte immer ein Baustein auf dem Weg zu einer wirklich sicheren Altersvorsorge sein“, so Hasso Suliak. Egal was der Police noch zugedichtet wird: Lebensversicherungen gehören zu einer kompletten Absicherung.

