So gehen Freunde ins Netz
Was haben Bundeskanzlerin Angela Merkel, …
… Society-Girl Paris Hilton und die Deutsche Vermögensberatung gemeinsam? Sie haben eine Seite bei Facebook, dem größten Sozialen Netzwerk im Internet. Allein in Deutschland sind rund acht Millionen Nutzer registriert. Damit hat das Portal seinen Konkurrenten StudiVZ, lange hierzulande die Nummer eins der Sozialen Netzwerke, überrundet. Mit Freunden Neuigkeiten austauschen, Menschen rund um den Globus kennenlernen, Fotos präsentieren – Facebook, StudiVZ und Co. bieten jede Menge Möglichkeiten. Und das kommt nicht nur bei Jugendlichen an: In den USA sind über 60 Prozent der Facebook-Teilnehmer 35 Jahre und älter.
Während die Leute Facebook in der Regel für private Kontakte nutzen, zielen spezielle Business-Netzwerke aufs Berufsleben ab. Auf Xing oder LinkedIn etwa kann sich jeder mit seinem beruflichen Werdegang präsentieren, in Expertengruppen diskutieren oder einen Job suchen. Das zahlt sich aus: Laut einer Studie der Essener Fachhochschule für Ökonomie und Management gab ein Drittel der Befragten an, schon einmal im Job von einem Business-Portal profitiert zu haben. Wichtig: Um aus der Mitgliedschaft Vorteile zu ziehen, müssen die Nutzer ihre Profilseite penibel pflegen und sich aktiv etwa mit Beiträgen im Netzwerk engagieren. Obwohl auch Facebook bereits zahlreiche Funktionen in petto hat, die die klassischen Business-Netzwerke anbieten, scheinen die Nutzer weiterhin auf die Trennung von privaten und beruflichen Portalen zu setzen. So konnte Xing innerhalb eines Jahres seine Mitgliederzahlen in Deutschland von 2,8 auf rund 3,7 Millionen steigern – und ist demnach resistent gegen die enorme Facebook-Konkurrenz.
Globales Gezwitscher
Wenn sich beispielsweise Schauspieler wie Demi Moore oder Ashton Kutcher live von der Oscar-Preisverleihung an ihre Fans richten, kommt Twitter zum Einsatz. Bei den Micro-Blogging-Portalen ist dieser Dienst absoluter Spitzenreiter. Nicht länger als 140 Zeichen lang sind die Kurzmitteilungen, die über Twitter, zu Deutsch Gezwitscher, ihre Runde machen. Anwender abonnieren die Mitteilungen, sogenannte Tweets, anderer Benutzer, um sie regelmäßig lesen zu können. Zudem kann man über eine Suchfunktion auf der Twitter-Homepage Nachrichten zu bestimmten Themen finden. Das Konzept boomt: Im Januar 2010 erreichte der Dienst weltweit rund 75 Millionen Besucher.
Doch nicht immer geht es bei Sozialen Netzwerken mit rechten Dingen zu. Angaben und Fotos können in falsche Hände geraten. Daher raten Datenschützer, mit persönlichen Informationen zurückhaltend zu sein. Bei den meisten Netzwerken gibt es jedoch auch Privatsphäre-Einstellungen, die vor Missbrauch schützen. So kann der Nutzer seine digitalen Freundschaften privat halten, die Facebook- und Google-Suchfunktion ausschalten und seine Fotos nur ausgewählten Personen zugänglich machen – damit beim Spaß im Netz die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt.
