Lieblingslektüre
Abtauchen in wunderbare Bücherwelten – die beste Lektüre für Mußestunden.
DIE WÜSTE LEBT
Zwei Wochen Namibia – das klingt nach Traumurlaub. Doch bei Autor und Comedy-Star Tommy Jaud wird aus dem Traum schnell ein Albtraum. Für die Hauptfigur seines vierten Romans „Hummeldumm“, Matze Klein, beginnen am Flughafen von Windhoek die zwei schlimmsten Wochen seines Lebens. Für den Leser dagegen ist Matzes Jagd nach Adaptern und Handynetz durch die Wüste Namib extrem komisch und kurzweilig. Auf nach Afrika!
SCHA(R)FSINNIG
Schon mit ihrem ersten Krimi hat Leonie Swann bewiesen, dass Schafe die besseren Ermittler sind. Im neuen Roman „Garou“ bietet erneut die Schafherde, diesmal unterwegs in Frankreich, dem Bösen die Stirn. Der Fall: Ein Werwolf soll hier sein Unwesentreiben. Alles nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: das Untier oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Ein tierisch spannender Lesespaß!
ERFÜLLUNG FINDEN
Fühlen Sie sich so kraftvoll, als könnten Sie Bäume ausreißen? Nein? Dann sollten Sie „Leben ist eine Kunst“ von Nikolaus B. Enkelmann zur Hand nehmen. Anschaulich beschreibt der Grandseigneur des Motivationstrainings, wie Gedanken unser Leben beeinflussen und wie jeder mit der Macht des Willens Widerstände überwinden kann. Ein wertvoller Ratgeber für Lebenskünstler.
RASTLOS DURCHS LEBEN
New Hampshire, 1954: Der Koch Dominic lebt mit seinem Sohn Daniel in einer Holzfällersiedlung. Aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände erschlägt der kleine Daniel die Geliebte seines Vaters bei deren gemeinsamen Liebesspiel. Die beiden müssen fliehen, um der Rache des brutalen Constables Carl zu entkommen. Ihre Flucht entwickelt sich zu einer Odyssee über mehr als 50 Jahre. Wieder einmal ist dem amerikanischen Autor John Irving ein kleines Meisterwerk gelungen, das gekonnt zwischen Tragik und Komik pendelt – Unterhaltungsliteratur vom Feinsten.
SINNLICH UND SPANNEND
Historische Romane gibt es viele. Leider sind sie nicht immer gut recherchiert und historisch schlüssig. Wie schön, dass es auch anders geht: Katrin Burseg ist mit „Die Rebellin des Papstes“ ein unterhaltsames Buch über eine faszinierende Frau gelungen, die die Fesseln ihres Jahrhunderts sprengte. Die junge Königin Christina von Schweden (1626–1689) verzichtet auf den Thron, wechselt zum katholischen Glauben und geht ins Exil nach Rom. Erst vom Papst mit offenen Armen empfangen, bringt sie ihn und seine Kirche schnell gegen sich auf – zu rebellisch ist ihr Lebensstil. Als ein Findelkind mit rätselhafter Herkunft ihren Weg kreuzt, gerät Christina zudem in den Strudel eines gefährlichen Geheimnisses. Ein Buch so bunt und aufregend wie das Leben seiner Hauptfigur: unbedingt lesenswert!
