Der eiskalte Adler

„Als ich sechs war …

Michael Hackert trägt für Mannheim und die Nationalmannschaft den Adler auf dem

Michael Hackert: Trägt für Mannheim und die Nationalmannschaft den Adler auf dem Trikot

…, wollte ich meinem großen Bruder alles nachmachen“, erinnert sich der Eishockeyspieler Michael Hackert. Also schnürte der Heilbronner die Schlittschuhe und folgte seinem Bruder Oliver mit wackeligen Schritten auf die glatte Eisfläche. Heute ist das Stadion sein zweites Zuhause: Der 28-jährige Linksschütze stürmt erfolgreich für die Adler Mannheim und die Deutsche Nationalmannschaft.

Den festen Platz im Kader musste der Profisportler sich hart erarbeiten. Eishockey gilt als schnellste Mannschaftssportart der Welt, und als besonders körperbetont: Body-Checks und Verletzungen sind an der Tagesordnung. Auch sein eigener Körper stand Hackert manchmal im Weg. Aufgrund einer Diabetes-Erkrankung ging er lange Zeit nur mit einer Insulinpumpe unter dem Trikot ins Spiel. Inzwischen ist er auf Spritzen umgestiegen, die er sich nach jeder Mahlzeit setzen muss. „Als Sportler achte ich sowieso auf meine Ernährung, der Diabetes ist also keine große Beeinträchtigung mehr“, erzählt Hackert.

Den bislang schönsten Moment in seiner Laufbahn erlebte der Stürmer, als er mit den Frankfurter Lions sämtliche Fans und Sportexperten verblüffte. Die Mannschaft, die als Abstiegskandidat gehandelt wurde, arbeitete sich Spiel für Spiel nach oben und erkämpfte sich die Meisterschaft 2004.

Gesunde Konkurrenz unter Brüdern

Beim nächsten großen Höhepunkt seiner Laufbahn steht die ganze Republik hinter ihm: Im Mai geht der Künstler am Puck bei der Weltmeisterschaft in Deutschland für die Nationalmannschaft aufs Eis. „Eine WM im eigenen Land ist etwas ganz Besonderes“, sagt Hackert. „Die Atmosphäre, die Fans – das erlebt man wohl nur einmal in seiner Karriere.“

Im Ligaalltag spielt er seit 2007 beim Rekordmeister Adler Mannheim. Hier steht auch sein jüngerer Bruder Axel unter Vertrag. „Ich freue mich über jede Gelegenheit, mit Axel zusammen nach dem Puck zu jagen. Auch mit Oliver habe ich eine Zeit lang im selben Club gespielt, bevor er seine Profikarriere beendet hat“, sagt Michael Hackert. „Es herrscht eine gesunde Konkurrenz unter uns Brüdern, aber wir gönnen uns gegenseitig unsere Erfolge.“ Die drei Geschwister sind auch in der Freizeit ein Dream-Team. „Unsere Familie hält zusammen“, sagt Michael Hackert. So eng, dass er sich erst vor einem Jahr aus dem elterlichen Heim in Heilbronn verabschiedet hat, um mit seiner Freundin eine Wohnung in Mannheim zu beziehen.

Für die Zeit nach seinem letzten Spiel ist der Schwabe bestens gewappnet: „Ich spare einen großen Teil des Geldes, das ich verdiene.“ Damit er beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge nicht aufs Glatteis gerät, setzt Hackert auf professionelle Rückendeckung: Vermögensberater Olaf Stadelbacher ist nicht nur einer seiner Fans. Er berät Michael und dessen Bruder Axel auch in finanziellen Angelegenheiten – damit das Leben auch nach dem letzten Schlusspfiff erfolgreich weitergeht.

Zurück zur Startseite Zum Artikelanfang

Teilen
canakkale canakkale canakkale truva search canakkale vergi mevzuati