Der Retter der Welt

Pangaea

Vor 250 Millionnen Jahren gab es auf der Erde nur einen einzigen Kontinent: Pangaea.

Das griechische Wort bedeutet „Alles ein Land“. So heißt auch das Expeditionsschiff von Mike Horn. Mit ihm hat sich der gebürtige Südafrikaner aufgemacht, die Welt zu umrunden – und zu retten. Pangaea steht auch für Pan Global Adventure for Environmental Action und beschreibt das Ziel der Expedition: für Nachhaltigkeit und die Schutzbedürftigkeit der Erde zu werben. „Um zu verstehen, warum die Erde schützenswert ist, brauchen wir uns nur ihre Schönheit anzuschauen. Das ist viel eindrücklicher als der erhobene Zeigefinger“, sagt der 42-Jährige mit dem wettergegerbten Gesicht und dem gewinnenden Lächeln. Mike Horn ist Vollblutabenteurer und ein mitreißender Motivator. Er hat bereits die Erde entlang des Äquators umrundet, den Amazonas von der Quelle bis zur Mündung mit einem Schwimmbrett durchschwommen und zwei Achttausender bestiegen. Meist bewegt er sich unmotorisiert. Auf der Pangaea bereist er Teilstrecken mit Jugendlichen aus aller Welt. „Ich möchte junge Menschen für die Bewahrung der natürlichen Ressourcen sensibilisieren. Denn sie werden die Welt von morgen gestalten.“

Eisbrecher, Labor, Kommunikationszentrum

Mit der Pangaea sind der Reise keine Grenzen gesetzt. Der größte und flexibelste Expeditionssegler, der jemals gebaut wurde, ist Eisbrecher, fahrendes Labor und Kommunikationszentrum in einem. „Ich folge nicht den großen Autobahnen der Welt. Ich finde eigene Wege“, sagt Mike Horn. Sein Boot soll durch unberührte Natur fahren, ohne sie zu zerstören. Der Rumpf besteht aus Aluminium ohne Farbanstrich – das ist umweltfreundlich und praktisch, wenn die Pangaea durchs Packeis kracht. Der Kiel lässt sich einziehen, so kommt der Zweimaster auch durch flache Gewässer.

Ohne einen Tropfen Benzin an Bord.

Ohne einen Tropfen Benzin an BordDie beiden Motoren stammen vom Hauptsponsor der Expedition, Mercedes-Benz. Ihre Technologie reduziert die Schadstoffemissionen auf ein Minimum. „In Zukunft möchte ich um die Welt fahren ohne einen Tropfen Benzin an Bord“, träumt der Pionier. Die erste Etappe der vier Jahre und 100.000 Kilometer langen Tour begann in Ushuaia am südlichsten Zipfel Argentiniens. Zwölf Jugendliche segelten als erstes Team junger Wissenschaftler, der sogenannten Young Explorers, mit Mike Horn und seiner Crew über die Drakestraße vorbei am Kap Hoorn in Richtung Südpol. Als sie den südlichsten Kontinent erreicht hatten, betraten die Young Explorers die Antarktis bei minus 20 Grad Celsius. Ihr Höhepunkt: „Am 24. Oktober traf unser Team auf die ersten Pinguine und Seelöwen. Es ist erstaunlich, wie nahe wir an die Tiere herantreten konnten, ohne dass sie sich durch uns ‚Aliens‘ beunruhigt fühlten!“, notierte ein Teilnehmer im Weblog. Über solche modernen Kommunikationsmedien halten die jungen Umweltbotschafter den Kontakt mit der Außenwelt. Über einen Computer an Bord stellen sie ihre Bilder, Logbucheinträge oder die im schiffseigenen Studio produzierten TV-Beiträge online. So können Menschen in aller Welt sehen, wie wichtig es ist, die zerbrechliche Schönheit unserer Erde vor der Zerstörung zu bewahren.

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